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Wordpress 2.5 - Adminbereich effektiv einrichten

16 June 2008 391 views No CommentPrint This Post Print This Post Email This Post Email This Post

Wordpress ist ein großartiges und ausgereiftes Blogsystem - natürlich kann man nach der Installation sofort losschreiben, ohne einen Gedanken an den Adminbereich zu verschwenden. Wenn man nur ab und an mal einen kleinen Beitrag schreibt, sollte man es auch nicht anders machen. Es gibt aber Leute, die sehr viele Beiträge schreiben oder Wordpressblogs für Autoren konfigurieren und die Arbeitsumgebung für sich selbst oder für andere Autoren optimal anpassen wollen. Für letztere sind die folgenden Tipps vielleicht hilfreich:

1. optimale Anpassung des Adminbereiches an die Bildschirmgröße

Der Adminbereich ist standardmäßig auf 980 px in der Breite begrenzt - für Besitzer größerer Monitore unübersichtlich und arbeitserschwerend. Hier die Lösung des Problems (Danke für den Tipp an Tobias Bannert):

  • Datei wordpress\wp-admin\css\global.css mit einem Editor öffnen
  • in Zeile 159 “max-width: 980px;” löschen
  • Adminbereich neu aufrufen und aufatmen

Wem gerade der Editor abhanden gekommen ist ;) , der kann die Breitenbegrenzung auch per Plugin aufheben - Remove Max Width nennt es sich passenderweise und stammt von Dion Hulse.

2. individuelle Konfiguration des Dashboard’s

Das Dashbord in Wordpress, auch als (wieso auch immer…) Tellerrand bekannt, ist eine Art Startseite mit den wichtigsten Information zu den Aktivitäten im Blog in komprimierter Form. Mit der neuen Version von Wordpress gibt es nun die Möglichkeit, sich diese Startseite individuell einzurichten und sich somit eine ganz eigene Schaltzentrale für sein Blog zu bauen. Erforderlich hierzu ist das Plugin Dashboard Widget Manager von Viper007Bond . Nach der Installation findet man unter Dashboard einen Unterpunkt namens Widgets und alle Inhalte des Dashboards als Widgets, die man nun einzeln neu anordnen oder auch ganz entfernen kann. Das Beste: nach Installation des Plugins lassen sich nun auch externe Dashboard- Widgets einbinden, von denen es schon einige gibt und hoffentlich bald noch eine ganze Reihe mehr - also immer mal wieder stöbern - im Pluginverzeichnis von Wordpress oder anderswo.
Einige Beispiele von nützlichen Widgets:

  • Recent Posts Extended von Ricardo González Castro gibt eine Liste der letzten Beiträge zusammen mit Datum und Autor aus
  • Recent Comments Extended, ebenfalls von Ricardo González Castro, bietet eine erweiterte Ausgabe der letzten Kommentare gegenüber dem Wordpresseigenen Widget: auch der Autor wird hier wieder verlinkt
  • Technorati Reactions Extended zeigt die eingehenden Links von Techorati an; auch dieses Plugin stammt von Ricardo González Castro
  • Draft Posts von Viper007Bond zeigt bereits gespeicherte Beiträge, die noch nicht veröffentlicht worden
  • Scheduled Posts von Viper007Bondlistet die gespeicherten Beiträge, die erst in der Zukunft veröffentlicht werden.

Sehr nützlich ist auch das Wordpresseigene Textwidget, mit dem sich bspw. eine ToDo-Liste im Dashboard aufnehmen lässt. Auch eine Anzeige für RSS- Feeds ist standardmäßig integriert.

Und nicht zuletzt hat man im Menüpunkt Settings/Dashboard Widgets die Möglichkeit, allen Nutzern des Dashboards ein Design zuzuweisen oder jedem Nutzer die Einrichtung selbst freizustellen.

Alles in allem: Feine Sache.

3. schnellere Navigation im Adminbereich durch Verringerung der Klickrate

Wordpress 2.5 ist etwas “klickintensiver” geworden - oft muss man mehrere Seiten aufrufen, um zur gewünschten Funktion vorzudringen. So zumindest mein Empfinden. Auf der Suche nach Abhilfe bin ich auf zwei wirklich geniale Plugin gestoßen.

Das Erste - WordPress Admin Bar von Viper007Bond - stellt eine vollständig konfigurierbare Menüleiste am oberen Bildschirmrand zur Verfügung und lässt sich wahlweise auch nur für den Adminbereich oder das Frontend aktivieren. Unter Settings/admin bar kann man sich so seine eigene Menüleiste zusammenklicken (Menüs und Untermenüs lassen sich einzeln aktivieren bzw. deaktivieren) und hat die wichtigsten Funktionen stets und nur mit einem einzigen Klick griffbereit. Das Menü kommt mit verschiedenen Designs daher und kann so auch optisch in die Arbeitsumgebung eingepasst werden.

Das Zweite Plugin nennt sich Admin Drop Down Menü, entwickelt von Ozh. Es stellt, wie der Name schon sagt, die bestehenden Wordpress-Menüs auf Drop Down Menüs um.

Mein Tipp: die Wordpress Admin Bar für das Frontend, das Admin Drop Down Menü für den Adminbereich. Warum - siehe nächster Punkt.

4. Fluency - funktionelles Theme für den Adminbereich

Über Themes für den Adminbereich von Wordpress habe ich schon einmal berichtet. Für Wordpress 2.5 gibt es nun Fluency - ein Plugin, welches Wordpress ein völlig neues Admin- Interface verleiht. Fluency hat einen entscheidenden Vorteil gegenüber dem Standardtheme: die Menüleiste befindet sich nicht oben, sondern links und - der Knackpunkt - sie ist statisch, d.h. scrollt man im Adminbereich nach unten, bleibt die Menüleiste dennoch immer sichtbar (im Standardtheme von Wordpress verschwindet die Menüleiste mit dem scrollen und man muss erst mal wieder zurück nach oben gelangen, um sie nutzen zu können; auch die Menüleiste der Wordpress Admin Bar verschwindet beim scrollen, daher hab’ ich sie nur im Frontend im Einsatz). Zusammen mit dem oben genannten Plugin Admin Drop Down Menu habe ich mit Fluency alle Funktionen immer greifbar und kann perfekt navigieren.

Fluency sieht dazu richtig gut aus, kommt sehr aufgeräumt und übersichtlich daher und begnügt sich bei der Farbwahl auf weiß-schwarz-grau und helles gelb und grün - man kann auch längere Zeit sehr angenehm damit arbeiten.

5. Augenfreundliches Arbeiten - die Farbschematas:

Wordpress 2.5 kommt mit zwei Farbschemas daher.

Fluency bringt ein eigenes mit.

Mit JP Admin - Stylish Blue von Johannes Jarolim steht ein weiteres Farbschema zur Auswahl.

Wer noch eine andere Farbzusammenstellung kennt, möge sie als Kommentar posten.

oberste Grafik des Beitrages: Steve Woods, stock.xchng

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